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Einweihung des Mehrgenerationen-Platzes

Ein Spielplatz der Superlative
Die Gemeinde Winkelhaid hat am Ortsrand ihren Mehrgenerationenplatz eingeweiht. 480 000 Euro kostete die Einrichtung. Landrat Kroder gratuliert.
Von Alex Blinten

Winkelhaid
Das ist für viele mehr als ein Spielplatz. Auf 3700 Quadratmetern ist am Ortsrand von Winkelhaid etwas entstanden, das Landschaftsarchitekt Norman Riede als Kommunikationstreffpunkt bezeichnet. Bürgermeister Michael Schmidt spricht ausnahmslos von einem Mehrgenerationenplatz. Für die meisten Winkelhaider aber ist es einfach ihr neuer Spielplatz XXL, der größte und am besten ausgestattete weit und breit. 480 000 Euro hat er gekostet, finanziert zum Teil mit Europa-Geldern (178 000 Euro), zum Teil mit einem Zuschuss vom Naherholungsverein Nürnberger Reichswald (85 000 Euro).
Die Idee zum Bau des großen Spielplatzes hatte Rathauschef Michael Schmidt vor fünf Jahren bei einem Besuch in der ungarischen Partnergemeinde Apc, wo man seinerzeit einen Platz mit verschiedenen Trimmgeräten für Senioren und mit Spielgeräten für Kinder einweihte, gefördert mit Geldern der EU. Was in Apc funktioniert, muss doch auch in Winkelhaid möglich sein, war sich Schmidt sicher, der in Ungarn hellhörig geworden war, als ihm seine dortigen Freunde von dem europäischen Fördertopf für Mehrgenerationenplätze berichteten. 

 

Elternbeiräte beteiligt
2017 kaufte die Gemeinde das Grundstück, ein Jahr später erhielt Landschaftsarchitekt Riede den Auftrag zur Planung. Einbezogen dabei wurden die Elternbeiräte der Schulen und Kindergärten, die nützliche Tipps gaben und Ideen einbrachten. Multifunktional sollte der Platz sein, nutzbar von Menschen verschiedenen Alters. „Anders als bei herkömmlichen Kinderspielplätzen“, sagt Schmidt bei der Einweihung, „werden bei diesem Mehrgenerationenplatz die Bedürfnisse verschiedener Generationen berücksichtigt.“ Kinder, Eltern, Groß- und Urgroßeltern kommen auf dem neuen Platz bereits seit August zusammen, als die Gemeinde die damals noch nicht komplett fertige Einrichtung öffnete, weil viel Familien wegen der herrschenden Pandemie nicht in den Urlaub fahren konnten. Familien kommen von weit her. Zwischenzeitlich hat sich weit über Winkelhaid hinaus herumgesprochen, dass es da einen ganz neuen Platz für Kinder, Jugendliche und Familien gibt, Besucher kommen aus den Nachbargemeinden, selbst aus dem Norden des Landkreises fahren Familien nach Winkelhaid. Landrat Armin Kroder berichtet von einer Mutter aus Neunkirchen, die ihm von einem Besuch mit ihren Kindern auf dem neuen Mehrgenerationenplatz erzählt hat. Michael Schmidt hat schon Besucher aus dem Landkreis Roth, der Oberpfalz aus Nürnberg und Fürth begrüßt. Weil der Platz dem Tagestourismus dient und verkehrsgünstig gelegen ist, flossen auch die Zuschüsse des Naherholungsvereins. 
Neben zahlreichen großen Spielgeräten gibt es einen Pavillon auf dem Platz, der Schutz vor Regen bietet, natürlich große Sandkästen für die ganz Kleinen, Sitzgelegenheiten, einen Volleyballplatz für Jugendliche und einen WC-Container.

 

„Das habt ihr gut hinbekommen“
Landrat Armin Kroder gratuliert den Winkelhaidern: „Das habt ihr sehr gut hinbekommen.“ Für Kroder zeigt sich am Beispiel des Mehrgenerationenplatzes auch, wie wichtig internationale Kommunalpartnerschaften sind. Insgesamt sei der Beschluss für den Mehrgenerationenplatz eine gute Entscheidung des Gemeinderats gewesen.
Der XXL-Spielplatz hat laut Planer Norman Riede verschiedene Funktionen: Spielen für Kinder natürlich, dafür sind die großen Klettergeräte da, die Sandkästen und die Rutschen. Er ist aber auch Treffpunkt.
Dass auf dem Platz Hügel entstanden sind, erklärt der Planer mit dem Einbau von mehreren hundert Kubikmetern Aushub, den man gut brauchen konnte für die Modellierung des Geländes.
Zur offiziellen Einweihung des Mehrgenerationenplatzes begrüßte Bürgermeister Michael Schmidt neben Winkelhaider Bürgern Vertreter aus dem Gemeinderat, aus verschiedenen Behörden und von Firmen sowie seine Kollegen Thomas Kraußer aus Leinburg, Jörg Kotzur aus Feucht und Markus Holzammer aus Schwarzenbruck, außerdem Landrat Armin Kroder.                     Bilder: Lydia Seifert und Gemeinde Winkelhaid