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Jahresempfang 2019

Die Gemeinde Winkelhaid zeichnet verdiente Bürger auf ihrem Jahresempfang aus

Ehre, wem Ehre gebührt

Die Gemeinde Winkelhaid zeichnet verdiente Bürger auf ihrem Jahresempfang aus

WINKELHAID – Sie kennen die alten, geheimen Zeichen für Grenzsteinsetzung, haben sich bei widrigstem Wetter tagelang durch meterhohe Schneemassen geschaufelt, widmen sich dem Gedeihen des Posaunenchors oder halten im Fischereiverein die Zahlen in Ordnung:  Die Gemeinde Winkelhaid hat auf ihrem Jahresempfang engagierte Mitbürger geehrt. Zahlreiche Gäste, unter ihnen die stellvertretende Landrätin Cornelia Trinkl, feierten die Ausgezeichneten und ihre Hintergrundgeschichten, die Bürgermeister Michael Schmidt stolz vortrug.

Kleine Gemeinde, großes Engagement: „Winkelhaid ist keinesfalls eine Schlafstadt, sondern eine attraktive und fortschrittliche Gemeinde“, lobt Cornelia Trinkl den 4000-Seelen-Ort.
Die stellvertretende Landrätin ist beeindruckt von der großen Bereitschaft der Winkelhaider, sich für ihre Gemeinde und andere Menschen einzubringen. Bürgermeister Michael Schmidt stößt in das gleiche Horn und hebt beim Jahresempfang wieder Ehrenamtliche hervor, die sich besonders um die Gemeinschaft verdient gemacht haben.

Stefan Eberling war jahrelang Hüter der Grenzen im Gemeindegebiet. Als Feldgeschworener ist er einer der wenigen Eingeweihten, die wissen mit welchen geheimen Zeichen der Punkt eines zu setzenden Grenzsteins gekennzeichnet wird. Nun legt Eberling sein aktives Amt nieder. Die geheimen Daten wird er gemäß der Tradition nur mündlich an einen Nachfolger weitergeben. Feldgeschworener bleibt er jedoch auf Lebenszeit.

Ebenfalls zu den Ausgezeichneten gehört Heinz Pöllet. Seit 21 Jahren verwaltet er als Kassier die Finanzen des Fischereivereins Altdorf. Was sich dröge anhört, ist bei 705 Mitgliedern eine wahre Mammutaufgabe für einen einzelnen Kassenwart. Auch in seiner eigenen Gemeinde engagiert sich der umtriebige Winkelhaider und ist seit langem erster Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr. Einen buchstäblich kühlen Kopf haben einige Kameraden der Winkelhaider Wehr im Januar diesen Jahres bewiesen. Zusammen mit anderen Feuerwehren, Gebirgsjägern, Technischem Hilfwerk und der Bundeswehr haben Jürgen Eberling, Andreas Schwarz, Horst Link, Gerd Thorak, René Fuchs und Daniel Eckersberger mit angepackt, als extremer Schneefall im Süden Bayerns das Alltagleben lahm legte. Tagelang schaufelten sie Schneemassen von Dächern, die unter dem Gewicht zusammenzubrechen drohten. Schmidt stellt zufrieden fest, dass durch den Einsatz auch in Süd-Bayern angekommen ist: „Die
Franken kann man brauchen.“

Mit einem Zitat von Victor Hugo leitet der Bürgermeister die nächste Ehrung ein: „Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Schmidt dankt drei Gründungsmitgliedern des Winkelhaider Posaunenchors für ihren beharrlichen und unermüdlichen Einsatz: Ingrid Dauphin, die alle Lieder im Choralbuch auswendig kennt, Fritz Leupold, der mit seiner Barocktrompete eine Rarität besitzt, und das bläserische Urgestein Willi Zelt, das nicht nur als zuverlässiger Tubist, sondern auch als furioser Grillmeister bekannt ist.

Der Winkelhaider Bürgermeister sowie auch die stellvertretende Landrätin nutzten den Jahresempfang auch, um das Ehrenamt der politisch Engagierten im Gemeinderat und in Parteien zu loben.

Das Altdorfer Musikduo Voice & Sound (Renate Kaschmieder, Gesang und Erich Keil, Keyboard) spickten den Abend mit schmissigen Dauerbrennern wie „Yes Sir, I can Boogie“, „Schuld war nur der Bossa Nova“ und Abbas „Dancing Queen“.

 

Magdalena Mock